Das Museum
Seit 1996 können die Kleingärtner Deutschlands mit Stolz auf ein Kleinod blicken, das, in seiner Art weltweit einmalig, ihre eigene, wechselvolle Geschichte dokumentiert.
Bereits in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts entstand bei Mitgliedern des damaligen Vereins die Idee, eine Ausstellung zur Geschichte des ersten Schrebervereins zu gestalten. Allerdings konnte diese Idee wegen der Weltwirtschaftskrise und dem Zweiten Weltkrieg nicht umgesetzt werden.
Auch während der DDR-Zeiten gab es immer wieder Bestrebungen ein sogenanntes Traditionskabinett einzurichten. Doch wirkliche Fortschritte konnten erst nach 1990 verzeichnet werden. Ein Schreiben von Leipziger Gartenfreunden an den damaligen Präsidenten des BDG, Herrn Günter Gartz, mit dem Vorschlag zur Einrichtung eines Kleingärtnermuseums war wegweisend in der Entwicklung unseres Hauses.
Im Jahre 1992 wurde der Förderverein „Deutsches Museum der Kleingärtnerbewegung“ gegründet. Im gleichen Jahr konnte mit der Rekonstruktion der oberen Etagen im Vereinshaus begonnen werden. Bereits 1993 wurde die erste Sonderausstellung in den Räumen des Museums präsentiert.
Nach weiteren drei Jahren intensiver Arbeit im und für das Museum konnte am 23. August 1996 das Museum eröffnet werden. Zeitgleich wurde den Besuchern der erste Museumsführer vorgestellt. Seit 1999 publiziert das Museum eine wissenschaftliche Schriftenreihe zu verschiedenen Themenbereichen der Kleingärtnergeschichte.
Im Jahr 2000 wurde der Museumsgarten, welcher nach den Vorbildern der Zeit um 1900 gestaltet ist, feierlich eröffnet. 2001 eröffnete die neue Dauerausstellung „Deutschlands Kleingärtner vom 19. zum 21. Jahrhundert“.
Mit einem Spezialtransport kamen 2002 vier historische Gartenlauben von Großenhain, Ort der 3. Sächsischen Landesgartenschau, auf eine weitere vorbereitete Außenanlage des Museums. Nach weiteren Rekonstruktionsarbeiten der Lauben konnte die Außenanlage im Jahr 2004 für die Besucher zugänglich gemacht werden.
Im Jahr 2005 erhielt das Museum als einer von 365 Gewinnern die Auszeichnung „365 Orte im Land der Ideen“. 2006 konnte das Museum mit Mitgliedern des Fördervereins und weiteren geladenen Gästen das zehnjährige Jubiläum feiern.
Im Jahre 2008 wurden anlässlich der 200. Geburtstage von Daniel Gottlob Moritz Schreber und Ernst Innocenz Hauschild mehrere Veranstaltungen durchgeführt.
Hinweise zu den aktuellen Terminen und Veranstaltungen können Sie unter „Aktuelles“ abrufen.
Weitere Attraktionen bieten der Museumsgarten mit einer der ältesten Gartenlauben Deutschlands (1880 dort errichtet), der Laubengarten mit 4 historischen sächsischen Gartenlauben (aus der Zeit von 1890 - 1925) und der Kinderspielplatz, welcher nach Vorbildern aus der Zeit um 1900 angelegt ist.
Zudem lädt die Gaststätte „Schreber`s“ (Tel. 0341/9611324) zum gemütlichen Verweilen ein. Nach Absprache werden größere Besuchergruppen dort gastronomisch betreut.